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Präzession, was ist das?

Wie lang ist ein siderisches Jahr und wie kurz ist ein tropisches Jahr.

 

Lassen wir zunächst, um herauszufinden was ein siderisches Jahr ist, die Oberfläche der Erde außer Betracht und konzentrieren uns auf den imaginären Mittelpunkt der Erde.

Wir sehen, daß sich die Erde um die Sonne bewegt. Als Referenzpunkt dient ein Stern. Ein voller 360° Umlauf um die Sonne, und somit ein siderisches Jahr, ist beendet, wenn der Erdmittelpunkt die imaginäre Linie Sonne- Fixstern durchschritten hat.

Wenn Sonne und Fixstern fixiert sind und die Erde nicht präzessiert, ist nach einem vollen 360° Umlauf der Erde um die Sonne nicht nur ein siderisches Jahr, sondern gleichzeitig auch ein tropisches Jahr vergangen.

Als die IAU im Jahre 1952 das siderische Jahr für 1900.0 mit dem tropischen Jahr für 1900.0 gleichsetzte, ist sie wahrscheinlich davon ausgegangen.

Nun wissen wir aber, daß der Sternenhimmel (Zodiak) auswandert und zwar mit etwa 50,26" pro Jahr. Dies ist wiederum der Beweis, daß eine Präzession ablaufen muß. Dieser Ablauf, wie wir ihn hier sehen, erfolgt mit ständiger veränderter Achsausrichtung der Erde.

Für diesen Präzessionsablauf gibt es zwei Möglichkeiten, entweder die Erde taumelt (Lunisolar-Präzession) oder unser Sonnensystem dreht sich mit einem Partnerstern um ein gemeinsames Massenzentrum.

Ist dies der Fall, wandern außer dem Partnerstern alle Sterne um jährlich etwa 50,26" aus. Das entspricht ca. 3,35 Zeitsekunden (50,26 : 15 = 3,35) pro Jahr. In diesem Fall ist das siderische Jahr etwa 3,35 s länger als das tropische Jahr.

Dies ist leicht einzusehen, denn wenn der Erdmittelpunkt nach einem 360° Umlauf die imaginäre Linie Sonne-Fixstern passiert hat, und das trop. Jahr vorüber ist, muss der Beobachter auf der Erdoberfläche sich noch mit der Erde weitere 3,35 s drehen, um den ausgewanderten Stern zu sehen, besser gesagt, im Transit wahrzunehmen. Bei einer taumelnden Erde wandert der Bezugstern jährlich nicht mit 3,35 s aus, sondern mit 1223 s (ca. 20 min), dies ist ein gewaltiger Unterschied.

Wir wollen diese Diskrepanz einmal näher betrachten.

Der Ablauf eines Lunisolarzyklus, der rund 25800 Jahre dauert, sieht etwa so aus.

Isaac Newton, der den Begriff Lunisolarpräzession geprägt hat, war davon überzeugt, daß nur der Mond die nötige Masse und den richtigen Abstand zur Erde besitzt, um diesen Effekt hervorzubringen. Er war ein Genie. Zur seiner Zeit aber waren die Voraussetzungen nicht gegeben, diese Hypothese weder zu bestätigen noch zu widerlegen.

Trotz Widersprüche und Zweifel einiger Experten am Model der Lunisolarpräzession, hält man weiterhin an dieser fest.

Hier sehen wir die gegenwärtige Ausrichtung der Erdachse, sie ist auf die Winter-Sonnenwende am 21. Dez. gerichtet. Nach einem viertel Präzessions-Zyklus, also nach ca. 6450 Jahren, ist nach dem Model der Lunisolarpräzession die Erdachse etwa so ausgerichtet.

Nun könnte man sich fragen, was ist da so außergewöhnlich dran, das ist doch bei einem Präzessionsablauf ganz normal ? Warten wir es ab, es wird gleich spannend.

Was hat sich nun nach diesem Präzessionsablauf von 6450 Jahren verändert?

Was sich mit Sicherheit nicht verändert hat, ist der 360° Umlauf der Erde um die Sonne. Der imaginäre Mittelpunkt der Erde durchschreitet weiterhin die imaginäre Linie Sonne- Fixstern und bestimmt somit das gleichbleibende tropische Jahr.

Verändert haben sich nur zwei Positionen gegenüber Sonne und Fixsterne. Die erste ist, daß der Beobachter eine viertel Erddrehung zurück versetzt ist und nun ca.6 Stunden warten muß, bis Sonne und Fixstern wieder für ihn durch den Transit gehen.

Bei der zweiten Position ist der Beobachter auf der Nachtseite gegenüber den Fixsternen um 23,5° höher gerückt und auf der Tagseite zur Sonne um 23,5° tiefer.

Hierbei interessiert uns besonders der Stand der Sonne, denn sie ist um 23,5° höher gestiegen als sie sollte. Unser Bürgerlicher Kalender ist wie wir wissen mit den Äquinoxen gekoppelt, was mit dem 360° Umlauf der Erde um die Sonne identisch ist.

Dieser Umlauf ist äußerst präzise, denn er ist seit über 100 Jahren auf eine millionstel Sekunde genau geblieben. Somit sollte nach 6450 360° Umläufen der Erde um die Sonne die Erdachse wie zu Beginn ausgerichtet sein, und nicht um 90° nach rechts versetzt.

Für den Beobachter tritt auf der nördlichen Hemisphäre nach 6450 Jahren im Falle einer Lunisolarpräzession folgende paradoxe Erscheinung auf. Er schaut aus dem Fenster und nimmt den Frühling in seiner vollen Blüte war, gleichzeitig ein Blick auf den Kalender sagt ihm, daß es der 21. Dezember ist. .

Seit der Kalenderreform von 1582 wird der Kalender auf eine millionstel Sekunde genau geführt. Bei Lunisolarpräzession hätte er jetzt nach ca. 420 Jahren schon rund 6 Tage abweichen müssen, das hätte man mit Sicherheit bemerkt.

Etwas stimmt hier nicht. Es kann nicht angehen, daß die Erde der Sonne gegenüber nicht präzessiert, den Sternen gegenüber jedoch. So eine "Taumel-Physik" gibt es nicht. Genau diese Erscheinung beobachten wir aber. Die Äquinoxen sind fixiert und der Sternenhimmel wandert mit etwa 50,26" aus.

Dafür gibt es nur eine logische Schlussfolgerung, unser Sonnensystem bewegt sich um ein Dual.

Nun mag man sich fragen, warum wird diese extreme Diskrepanz nicht bemerkt ? Ganz einfach, der Kalender wird ja richtig geführt, das heißt, er ist mit dem Sonnenablauf synchronisiert. Die große Differenz von ca. 20 Minuten pro Jahr wird einfach auf die Nachtseite der Erde verschoben, denn dort bemerkt es keiner. Wen kümmert es schon, wenn der Sternenhimmel ein jedes Jahr ein paar Bogensekunden tiefer hängt? und das 20 Minuten längere siderische Jahr, das niemand benutzt, steht sowieso nur auf dem Papier.

 

Karl-H. Homann

23. Oktober 2007

 

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Ergänzung zum Film-Transcript:

Die 3 Hauptbewegungen der Erde im zeitlichen Ablauf sind:

1. Die Erde dreht sich um ihre eigene Achse und bringt somit einen ständigen Wechsel von Tages- und Nachtzeiten zustande.

2. Die Erde bewegt sich um die Sonne und bringt mit ihrer um 23,5° geneigten Achse ständig wechselnde Jahreszeiten zustande.

3. Die Erde taumelt um ihre Achse, wobei es wiederum zwei verschiedene Abläufe gibt:

a) einmal mit ihrem raumfesten ausgerichteten 0- Meridian, der die Erdoberfläche nur hin und her wackeln läßt und zum zweiten,

b) sie taumelt um ihre Achse und bewegt gleichzeitig den 0-Meridian in Präzessionsrichtung mit.

 

Bei diesen 3 Hauptbewegungen zeigt sich, daß nur die beiden ersten mit einer Uhr und einem Kalender präzise gemessen werden können. Bei der dritten Bewegung ist das nicht der Fall. Hierbei ist es auch unwichtig ob sich der 0- Meridian mit bewegt oder raumfest bleibt, worüber sich die Experten nebenbei gesagt selbst noch nicht einig sind.

Es ist etwa so, als wenn man z.B. mit dem IC von Hamburg nach München fährt und obwohl die Ankunftzeit festliegt, diese sich verzögert, weil man während der Fahrt im Zug herumläuft. Die Zeit also, die man für das herumlaufen benötigte, wird der Fahrzeit dazu addiert.

Genau mit der gleichen unsinnigen Logik wird ein 20-Minuten längeres siderisches Jahr definiert.

Zusammenfassend auf den Punkt gebracht:

Diejenigen, die immer noch von der Lunisolarpräzession überzeugt sind und weiterhin daran glauben, müssen, ob es ihnen passt oder nicht, einen Präzessionszyklus von nur 71 Jahren, anstatt 25800 Jahren, akzeptieren.

Denn, ein Präzessionszyklus = eine rückwertige Erdrotation (und NICHT ein ganzes Jahr von etwas mehr als 365 rückwertige Erdrotationen)

Bei einer Auswanderung des Fixsternhimmels von 50,26" pro Jahr dauert ein Präzessionszyklus

86400 s ÷ 3,35 s ≈ 25791 Jahre

Bei einer Auswanderung des Fixsternhimmels von 18345" pro Jahr dauert ein Präzessionszyklus

86400 s ÷ 1223 s (ca.20 min.) ≈ 71 Jahre

 

Und es geht weiter....

Nach heftigen Diskussionen über das geheimnisvolle 1223 Sekunden längere siderische Jahr von 365,256361 mittleren Sonnentagen soll nun endgültig geklärt werden, ob dieses Realität ist, oder doch nur auf dem Papier steht.

"We scientists would claim that in the absence of precession, the tropical year and the sidereal year would be equal."  Prof. Douglas P. Hube, Dept. of Physics University of Alberta 

(„ Wir Wissenschaftler würden behaupten, daß in der Abwesenheit von Präzession das tropische Jahr und das siderische Jahr gleich wären.“)

Stellen wir uns doch einmal eine solche nicht-präzessierende Erde vor, auf der sich zwei Beobachter auf dem 0-Meridian befinden. Der eine in der Nähe des Äquators und der andere am 60. Breitengrad. Nach einem 360° Umlauf der Erde um die Sonne ist für beide ein tropisch-siderisches Jahr zu Ende, da ja beide gleichzeitig den Bezugstern wieder im Transit wahrgenommen haben.

Was geschieht aber, wenn wir die Erdachse im Uhrzeigersinn kreiseln (taumeln) lassen, wobei der Sternenhimmel mit jährlich 50,26" für beide Beobachter auswandert? Werden dann beide gleichzeitig den Bezugstern 3,35 s später in ihrem Transit wahrnehmen, oder nur der Beobachter am Äquator, während der andere am 60. Breitengrad den gleichen Stern 1223 s später wahrnimmt?

Dumme Frage, oder nur falsch gestellt? Weder noch, denn wir kommen mit dem Model der Lunisolar-Präzession nicht daran vorbei, die 1223 s pro Jahr unterzubringen. Interessant wäre es zu erfahren, wie ein logisch denkender Astronom sich das vorstellt.

Bei Lunisolar-Präzession geht man von einer fixierten Sonne und von einem fixierten Bezugstern aus. Ein 360° Umlauf der Erde um die Sonne ist demnach beendet, nachdem ein Beobachter auf der Erdoberfläche den Bezugstern wieder im Transit wahrgenommen hat. Da es nur eine 360° Umlaufperiode der Erde um die Sonne geben kann (entweder für das tropische- oder für das siderische Jahr), ist nach dem Model der Lunisolar-Präzession der Umlauf für das tropische Jahr kürzer als 360°.

Genau hier liegt das Problem, denn der nächste tropische Umlauf hat ja auch keine 360°, sondern ist genau wie der vorhergehende auch um ca. 20 Minuten kürzer, so dass der Abstand vom tropischen- zum siderischen Jahr nach jedem weiteren Umlauf um 20 Minuten zunimmt.

Wir erinnern uns, wie die Sonne nach 6450 Jahren Lunisolar-Präzession, (ein viertel Präzessions-Zyklus) um 23,5° höher gewandert ist, wo sie aber laut gegenwärtigem Kalender nicht sein sollte.Dies ist für den Kalendermacher eine große Herausforderung, denn der Kalender ist ja mit den Jahreszeiten synchronisiert.

Wie konnte man das Model der Lunisolarpräzession retten?

Der Kalender wäre nämlich in den 6450 Jahren durch den um 23,5° höheren Stand der Sonne gewaltig daneben, und zwar um 91,31 Tage (91,31 Tage x 86400s ÷ 6450 Jahre = 1223s pro Jahr). Da half wohl nur eins: das siderische Jahr künstlich um 1223 Sekunden länger zu machen.

Genau das ist geschehen, allerdings nur symbolisch und nur einmalig für ein siderisches Jahr. Andernfalls müßte, um den 20 Minuten Abstand zwischen dem siderischen - und dem tropischen Jahr beizubehalten, der Bezugstern den Äquinoktien folgen, um gemeinsam mit der Erdachse in 25800 Jahren durch den Zodiak zu wandern.

Zu Beginn der fünfziger Jahre, als es präzise Uhren und Messverfahren gab, um das tropische Jahr siderisch genaustens zu bestimmen, war man sich der Tatsache bewußt, daß es eine Präzession der Erde unmöglich geben kann. Statt die Flucht nach vorne zu machen und die Wahrheit zu akzeptieren, hat man sich - aus welchen Gründen auch immer - entschieden, diese Erkenntnis zu verschleiern, indem man das neue komplizierte Bezugs-System des Frühlingspunktes einführte. Damit war die Verwirrung perfekt. Die natürliche altbewährte Sternzeituhr hatte ausgedient. Neue Sternkataloge und umfangreiche Tabellen mit Formeln für die Vorausberechnung der Sternpositionen, die Sternzeit-Messungen überflüssig machten, standen von nun an zur Verfügung. Bequemer konnte man es z.B. den Hobby-Astronomen nicht machen. Und da es sicherlich keine Skeptiker unter ihnen gab, kam noch nicht einmal der Verdacht auf, daß mit der Theorie über die Erd-Präzession etwas nicht stimmen konnte. Wenn aber die Präzession als eine physikalische Tatsache gelten soll, so muß das zusätzliche physikalische Zeit-Interval von ca. 1223 Sekunden pro Jahr meßtechnisch nachweisbar sein. (siehe auch Beelzebub's Vergrabener Hund)

Wir brauchen keine 6450 Jahre zu warten, bis man den verheerenden Irrtum erkennt. Die fehlenden 6 Tage seit der Kalenderreform von 1582 sind Beweis genug, um das Model der Lunisolar-Präzession platzen zu lassen.

Hinzu kommen noch die eindeutigen Beweise der Mond und Venus Gleichungen, daß das tropische Jahr einen 360° Umlauf besitzt und somit das siderische Jahr nicht länger als 3,35 s (50,26") sein kann. (siehe Saros Zyklus und Venus Transite.

 

Zum Schluss noch ein Faktum!

Auf die Aussage von Professor Hube, daß in Abwesenheit von Präzession das tropische- und das siderische Jahr gleich sind, muß noch näher eingegangen werden.

Welche Konsequenzen letztendlich daraus entstehen, wollen wir versuchen herauszufinden. Dabei lassen wir die Sonne in Gedanken auf die Größe des Bezugsterns schrumpfen, denn es ist äußerst schwierig, einen Transitdurchgang der Sonne wegen ihrer Größe genaustens zu bestimmen.

Nach einem 360° Umlauf der Erde um die Sonne sind für den Beobachter in Richtung Sonne 365,24219878 Rotationen und für den gegenüberliegenden Beobachter auf dem gleichen Meridian in Richtung Bezugstern, 366,24219878 Rotationen abgelaufen. Für beide Beobachter aber ist dabei die gleiche Zeit von 31.556.925,9747 s vergangen. (siehe dazu Beelzebub’s Vergrabener Hund)

Lassen wir nun die Erde sich mit 50,26" pro Jahr rückwärts bewegen (präzessieren). Für den Beobachter in Richtung Bezugstern wissen wir bereits, daß er 3,35s später erscheint. Wann aber erscheint die optisch reduzierte Sonne mit der Größe des Bezugsterns im Transit des Beobachters, auch 3,35s später?

Wenn ja, dann muß das tropische Jahr auch jeweils um 3,35 s länger werden. Wenn nein, ist der Meridian zur Sonnenseite fixiert, und der gleiche Meridian in Richtung Bezugstern wandert aus. So etwas ist wiederum physikalisch und himmelsmechanisch nicht möglich.

Also gibt es dafür nur eine logische Erklärung: die Sonne befindet sich in einem bewegten System und kommt der Erde in ihrem 360° Umlauf um die Sonne entgegen.

Es soll auch noch einmal unmissverständlich darauf hingewiesen werden, daß Sonnenfinsternisse, in Verbindung mit dem Saroszyklus, nur mit einem 360° Umlauf der Erde um die Sonne als Berechnungs- Grundlage exakt ablaufen.

Die harmonisch, synodische Beziehung zwischen Erde und Venus, welche mit der Knotenbewegung von 32,88" pro Jahr zustande kommt, ist nachweislich ebenso mit einem 360° Umlauf der Erde um die Sonne synchronisiert Es ist vollkommen absurd und lächerlich davon auszugehen, daß der Erden Mond dies bewirkt, indem er jedesmal den 360° Umlauf der Erde um die Sonne vorzeitig beendet, und damit gleichzeitig die Venusbahn um die Sonne beeinflußt (siehe dazu "2012 & Der Geheimnisvolle Venusknoten", sowie "Venus Transite beweisen, die Erde taumelt nicht").

 

 

Karl-Heinz Homann

 

 

siehe auch "Axis Mundi - Die Weltenachse"