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Unabhängig von der Umlaufbewegung der Erde und der Ausrichtung der Erdrotationsachse im Raum, jede Bewegung des Frühlingspunktes erfordert eine gleiche Bewegung (scheinbar oder real) der Sonne gegenüber dem System der Sterne.

Der Frühlingspunkt ist annähernd fest im Bezug zu dem System der Sterne; er bewegt sich ihnen gegenüber bloß mit ca. 9 ms pro Tag und NICHT mit mehr als 3 s pro Tag!

Die feste mathematische Beziehung zwischen den Konstanten des mittleren Sonnentages und des mittleren siderischen Tages wird durch folgende 360° Gleichung bestimmt:

365,24219878 × 86400 s = 31.556.925,97474 s* = 366,24219878 × 86164,0905382 s

* (Dieses ist das präzise Zeitinterval des tropischen Jahres für 1900.0, welches für die Definition der Einheit 'Sekunde' benutzt wurde. Es basiert auf dem mittleren siderischen Tag von 86164,0905382 Sekunden)

Was sagt uns diese 360° Gleichung des tropischen Jahres?

1. Die Einheit Sekunde, welche von den beiden Konstanten des mittleren Sonnentages und des mittleren siderischen Tages abgeleitet ist, ist seit über 100 Jahren auf eine Nanosekunde konstant geblieben.

2. Falls die neue Definition des siderischen Tages 86164,0989 beträgt*, muß die Präzessionsrate statt 50,26" pro Jahr nun 45,93" pro Jahr betragen:

0,00836 s (Differenz von 86164,0989 s und 86164,0905382 s) × 366,24219878 × 15"/s = 45,93"

Daraus folgt ein Platonisches Jahr von 1296000" ÷ 45,93" = 28216 Jahre (statt 25786 Jahre)

Selbst wenn die neue Definition des siderischen Tages mit kürzerer Rotationszeit gelten sollte, steht sie voll im Widerspruch zu den Aussagen der Astronomen: Gezeitenreibung, Windeinflüsse und zunehmende Entfernung des Mondes sollen die Erde ständig langsamer rotieren lassen.

* (Hierzu muß aber etwas grundlegendes festgestellt werden: Selbst mit den besten Meßverfahren und entferntesten Quasaren können von einer oszillierenden Erde keine genauen Meßergebnisse erzielt werden. Nur Langzeitmessungen bringen optimale Ergebnisse. Deshalb ist die Konstante des mittleren siderischen Tages vorzuziehen).

Nun gibt es allerdings auch eine 360° Gleichung für das ca. 20 Minuten längere siderische Jahr:

86400 s × 365,256361 = 31.558.149 = 86164,0989 × 366,256361

Diese Gleichung sagt folgenden Unsinn aus:

a) Entweder existieren beide 360° Umläufe (der tropische und der siderische) in einer gemeinsamen Umlaufbahn um die Sonne

b) Oder beide 360° Umläufe sind in zwei verschiedenen Umlaufbahnen

Die tropische Gleichung beweist also, daß der Äquator der Erde NICHT gegenüber der Sonne taumelt und daß das tropische Jahr der 360° Umlauf der Erde um die Sonne ist. Die sogenannte "Präzession der Äquinokten" hat NUR einen Einfluß auf die Rotationsperiode der Erde, gemessen gegenüber dem System der Sterne.

 

WENN der 360° Umlauf der Erde um die Sonne ca. 31.558.149 s beträgt und WENN der Äquator der Erde NICHT gegenüber der Sonne taumelt, muß daraus folgen:

1. Die Erde befindet sich in einer größeren Umlaufbahn um die Sonne

2. Der mittlere Sonnentag von 86400 s muß sich somit zeitmäßig verkürzen

3. Die Konstante des mittleren siderischen Tages von 86164,0905382 s bleibt unverändert

Diese Schlußfolgerungen stehen im Gegensatz zu der Aussage von Dr. Van Flandern.

 

Die mathematischen Fakten, praktische Beobachtungen und wiederholbare Experimente beweisen einwandfrei, daß die gegenwärtige Theorie der Lunisolar Präzession ungültig ist.

Das Phänomen der Präzession der Äquinokten erfordert eine objektive wissenschaftliche Erklärung.

Im Hinblick auf die neusten Theorien über die nicht-lineare Gravitation, die unterschätzte Energie des Vakuums im Raum und die Quantenmechanische Phasen-Kohärenz von Elektronen in superdichter Materie, sagen einige Forscher, daß sich unser Sonnensystem in einem extrem-exzentrischen und langperiodischen Umlauf mit einem nahen sichtbaren Stern um ein gemeinsames Massenzentrum drehen könnte. So eine Hypothese verlangt weitere Forschung.

Es wäre nicht das erste Mal in der Geschichte der Wissenschaft, daß scheinbar unbedeutende Unregelmäßigkeiten in himmelsmechanischen Abläufen übersehen oder misinterpretiert worden sind.

 

Dezember, 2003

© Sirius Research Group, Canada

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Referenzen:

W. Cruttenden, Binary Research Institute, Comparison of Precession Theories: An Argument for the Binary Model, 2003, http://www.binaryresearchinstitute.org/ComparisonPaper.pdf

W. Cruttenden, Binary Research Institute, Precession of the Equinox: The Ancient Truth Behind Celestial Motion, 2003, http://www.binaryresearchinstitute.org/AboutPrecession.pdf

U. Homann, Time Equivalence of the Tropical Year and the Sidereal Year, 2001, http://www.journaloftheoretics.com/Articles/3-3/Uwe.pdf

K.-H. Homann, Solar Eclipses and the Precession-Time Paradox, 2002, http://www.siriusresearchgroup.com/moon.htm

K.-H. Homann, Three simple models to explain the observed phenomenon of PRECESSION, 2001, http://www.siriusresearchgroup.com/9.12ms-models.htm

K.-H. Homann, Beelzebub's Buried Dog - The Mathematical Problem of the Precession-Time Paradox, 1999, http://www.poleshift.org/ps/From_KHomann.html

IAU Report of Commission 31 of the Proceedings of the IX General Assembly, 1955

JPL NASA, Solar System Dynamics Group, Primary Astrodynamic Constants and Parameters, http://ssd.jpl.nasa.gov/astro_constants.html

R.A. Nelson, D.D. McCarthy, The leap second: its history and possible future, 2001, http://www.cl.cam.ac.uk/~mgk25/time/metrologia-leapsecond.pdf

 

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