
Die "Präzession der Äquinokten" ist ein beobachtetes Himmlesphänomen. Es ist die langsame rückwärtige Bewegung der Äquinokten durch die Konstellation des Zodiaks. Obwohl es gewöhnlicherweise als Präzession bekannt ist, ist der Begriff eigentlich eine falsche Bezeichnung, da Präzession die angenommene physikalische Ursache für die stetige Veränderung der Orientierung der Erdachse im Raum ist. Der gravitative Einfluß der Sonne und des Mondes auf die abgeplattete Erde soll die Ursache der Präzession sein (deswegen der Begriff 'Lunisolar Präzession'). Astronomen glauben, daß die Länge des tropischen Jahres von dem adoptierten Wert der Präzession abhängt (gegenwärtig ist die Rate ungefähr 50,26" pro tropisches Jahr). Unser bürgerlicher Kalender basiert auf der Länge des tropischen Jahres.
Astronomen sind davon überzeugt, daß der Mond* der Erde unseren Kalender bestimmt. Sie gaukeln uns vor, daß ein bedeutungsloses und unbewiesenes Zeitmaß von 365,2564 mittleren Sonnentagen das wahrste Maß für den 360° Umlauf der Erde um die Sonne ist. Es soll angeblich die Berechnungsgrundlage für die dynamischen Abläufe in unserem Sonnensystem sein, wie z.B Sonnenfinsternisse, Venus-Transite, Perseiden-Meteor Schauer, usw. Nun hat sich aber herausgestellt, daß Sonnenfinsternis Zyklen NUR nach tropischer Zeit (d.h. in einem 360° Umlauf der Erde um die Sonne von 365,242198 mittleren Sonnentagen) präzise ablaufen. Diese Tatsache geben Astronomen inzwischen auch zu.
* (Nach den Vorstellungen einiger Astronomen soll die Erdachse ohne den Mond sogar ihre Stabilisierung verlieren und folglich chaotisch durch den Raum taumeln (Gilt dieses auch für den Mars mit seinen beiden mickrigen Monden?) Perseiden-Schauer würden nicht mehr regelmäßig um den 11. August erscheinen und die berechneten Transitzeiten der Venus wären alle daneben. Ohne den Einfluß unseres "wichtigen" Mondes gäbe es also keine Ordnung und Harmonie im Sonnensystem.)
Demnach hat das tropische Jahr einen 360° Umlauf. Da das sogenannte siderische Jahr von 365,2564 mittleren Sonnentagen weiterhin als wahrer 360° Umlauf der Erde um die Sonne angesehen wird, gibt es aber ein Problem: Man kann nicht gleichzeitig auf der gleichen Umlaufbahn zwei unterschiedliche 360° Umläufe unterbringen. Die Lösung scheint für die Astronomen einfach zu sein, man beendet solche siderischen 360° Umläufe mit ca. 20 Minuten kürzeren tropischen Jahren.
Diesen Vorgang kann man sich leicht an einem Beispiel klar machen:
Wir lassen den großen Zeiger unserer Uhr gegen den Uhrzeigersinn von der Ziffer 12 einmal herum bis zur gleichen Ziffer laufen; d.h. ein voller 360° Umlauf des Zeigers. Den nächsten Umlauf beenden wir bei der Ziffer 1; d.h. kein voller 360° Umlauf. Der dritte Umlauf, welcher nun von der Ziffer 1 aus gezählt wird, hört nun bei der Ziffer 2 auf, dann von 2 aus gezählt und bei 3 beendet, usw. Diese fortlaufende Periode wird nun als Zeitmaß definiert. Damit der Spuk nicht auffällt, verdreht der Astronom das Zifferblatt im Uhrzeigersinn und beendet somit den zuvor "kürzeren" Umlauf immer bei der Ziffer 12 - also doch als einen 360° Umlauf?
Das bedeutet, entweder ist das siderische Jahr kein 360° Umlauf, und folgt immer mit 20 Minuten Abstand dem tropischen Jahr, oder es ist ein 360° Umlauf, und der Abstand zwischen den beiden Jahren wächst ständig mit jedem Umlauf um 20 Minuten. Also nach dem ersten Umlauf sind es 20 Minuten, nach dem zweiten 40 Minuten, dann 60 Minuten, usw.. In beiden Fällen wäre das tropische Jahr aber weniger als ein 360° Umlauf.
Wie wir aber bereits festgestellt haben, funktionieren Sonnenfinsternis Zyklen nur mit einem tropischen Umlauf von 360°. Oder wollen Astronomen uns weismachen, daß man einmal ein 360° tropisches Jahr benutzt, um Sonnenfinsternis-Zyklen, usw. zu berechnen und gleichzeitig ein weniger als 360° tropisches Jahr benutzt, um Sternpositionen zu bestimmen?
Es ist schon unbegreiflich, Sonnenfinsternis Zyklen in einer weniger als 360° Erd-Umlaufbahn unterzubringen, ohne die Gesetze der Geometrie vollkommen auf den Kopf zu stellen. Was aber haben Venus Transite und Perseiden Schauer darin zu suchen, welche zur Erde und Mond überhaupt keine Beziehung haben?
Ein "1223 s längeres" siderisches Jahr wurde auch NIEMALS als Grundlage für die Definition der Zeit benutzt. Schon seit dem Altertum galt nur das tropische Jahr als Bezug und war immer schon wichtig für die Berechnung der Himmelsphänomene, einschließlich der Bewegung der Sonne durch die Konstellationen des Zodiaks. Für die moderne Astronomie hat das "Große Jahr" (der Zyklus des Zodiaks) keine Bedeutung mehr.
Als man 1955 den Umlauf der Erde um die Sonne für die Definition der Sekunde benutzte, glaubten einige Astronomen sogar, daß ein ca. 20 Minuten längeres siderisches Jahr, dessen Länge von dem adoptierten Wert der Präzession abhängt, mit diesem Umlauf gemeint war. Als man aber erkannte, daß das siderische Jahr für 1900.0* mit dem tropischen Jahr für 1900.0 zeitgleich ist, wechselte man dieses wahre siderische Jahr mit dem tropischen Jahr aus - eine "kleine Korrektur", wie man es nannte!
* (Auf Grund einer Präzessionsrate von ca. 50,26" pro Jahr ist der Zeitunterschied maximal nur 3,35 Sekunden und keine 1223 Sekunden. Beobachtungen haben ergeben, daß die mittlere Transitzeit gegenüber Sirius mit der Äquinoktenzeit [astrodynamische Konstante] identisch ist. Daraus folgt, daß Sirius und Sonne mit der imaginären Verbindungslinie verbunden sind, welche die Erde in ihrem 360° Umlauf um die Sonne kreuzt. Nur diese Tatsache macht einen Austausch der beiden Jahre möglich)
Nach der Einführung der Atomsekunde hat man es schließlich sogar geschafft, selbst das tropische Jahr als bedeutungslos hinzustellen. Frühlingspunkt, Sonne und Sterne müssen nun Platz machen für irdische Atomuhren, damit hauptsächlich das militärische GPS ein festes und schaltsekundenfreies Zeitmaß hat. Da aber von allen bekannten Elementen kein einziges existiert, welches synchron nach tropischer Zeit schwingt, kann auch weiterhin auf "Schalten" nicht verzichtet werden. Schaltsekunden sorgen dafür, daß, im Durchschnitt gesehen, die Sonne weiterhin 12 Uhr Mittags auf die Sekunde genau über dem Greenwich-Meridian (z.B.) steht. Das heißt, ohne Berücksichtigung von Schaltsekunden wird die Atomzeit von der mittleren Sonnenzeit (Greenwich Mittlere Siderische Zeit) abweichen.
1582 war die Kirche dazu gezwungen, den Kalender zu reformieren. Will die Wissenschaft erst wieder Jahrhunderte vergehen lassen, um unsere irdischen Uhren auf tropische Zeit zu korrigieren?
Quasare gelten heutzutage als Bezug, um die tägliche Erdrotation und Ausrichtung der Erdachse im Raum festzustellen, durch welchen sich die Erde anscheinend sinnlos mit ständig schwankender Rotationsgeschwindigkeit bewegt. Die Astronomen glauben, daß solche Schwankungen auf Grund von Massenverschiebungen im Inneren der Erde, Abstandsveränderungen des Mondes, sowie durch Meer- und Windeinfluß hervorgerufen werden. Mit anderen Worten, die Erde macht eine Art Pirouetten-Tanz - sie soll sich mal schneller und mal langsamer drehen.
Die physikalische Tatsache, daß die gemessenen Veränderungen in der Rotationszeit durch geringe, aber nicht voraussagbare Oszillationen der Drehimpulsachse hervorgerufen werden, welche somit eine Verlagerung des Meßortes auf der Erde gegenüber dem Raum verursachen, ist ihnen wohl noch nicht in den Sinn gekommen.
Die neue Lunisolar Präzession's Theorie - ein Ausweg aus dem Dilemma?
Bis vor kurzem noch galt die Standard-Lehrmeinung, daß bei der Lunisolar-Präzession der Greenwich-Meridian (z.B.) mitpräzessiert und der siderische Tag von 86164,09966 s (86164,0989 s angeblich laut neusten Beobachtungen) um ca. 9,12 ms (d.h. 8,36 ms) länger ist als die absolute 360 Grad Rotation der Erde um ihre eigene Achse von 86164,0905382 s. Dieses ist das Zeitinterval des mittleren siderischen Tages, welches eine primäre astrodynamische Konstante ist.
Dr. Tom Van Flandern ist ein angesehener Astronom und ehemaliger Experte des US Naval Observatory. In einer Korrespondenz gab er jedoch klar zu verstehen, daß Präzession KEINEN Einfluß auf den mittleren Sonnentag und auf den siderischen Tag, welcher gegenüber den Fixsternen oder Quasaren gemessen wird, hat, sondern NUR auf den mittleren siderischen Tag (von Frühlingspunkt zu Frühlingspunkt). Seiner Meinung nach hängt nicht mehr das siderische Jahr von dem Wert der Präzession ab, sondern das tropische Jahr.
Fassen wir das Wichtigste, was sich am Standard Präzession's Model verändert hat, zusammen:
1. Die absolute 360° Rotation der Erde um ihre Achse ist um ca. 9 ms länger geworden. Das heißt, die Rotation der Erde gegenüber den Fixsternen ist nicht mehr 360° 50,26", sondern 360°.
2. Der Greenwich-Meridian präzessiert nicht mehr mit und ist jetzt raumfest.
3. Die primäre astrodynamische Konstante des mittleren siderischen Tages basiert jetzt auf einer Rotationsperiode der Erde von WENIGER als 360°.
Wenn Präzession keinen Einfluß auf die Rotations- und Umlaufsperiode der Erde haben soll, welche gegenüber der Sonne und den Sternen gemessen werden, wie kann Präzession dann eine Differenz in der Rotations- und Umlaufszeit von mehr als 3 Sekunden pro Tag verursachen?
Astronomen behaupten, daß die Sonne ca. 31.558.149 s oder 365,2564 mittlere Sonnentage von 86400 s braucht, um 360° 50,26" entlang der Ekliptik der Erde zu wandern.
Wenn der Äquator der Erde NICHT gegenüber der Sonne taumelt, glauben sie, daß die Sonne dann ebenfalls die gleiche Anzahl von mittleren Sonnentagen benötigt, um exakt 360° entlang der Ekliptik der Erde zu wandern.
Hierbei sollte man sich noch einmal Gedanken über das Problem der geheimnisvollen Strecke von 50 Bogensekunden machen. Bei einem Umlauf der Erde um die Sonne stellten wir bereits fest, daß die Erde diese Strecke nicht ohne zusätzliche Rotation, welche zusätzliche Zeit erfordert, bewältigen kann. Da die dafür tägliche Rotationszeitdifferenz von mehr als 3 s pro Tag NICHT existiert, aber die Sonne mit ca. 50" pro Jahr durch den Zodiak wandert, gibt es nur eine Lösung: Die Erde bewegt sich mit der Sonne und dem Rest des Sonnensystems mit ca. 50" pro tropisches Jahr auf einer noch unbestimmten Bahn. Unabhängig wie schnell sich das Sonnensystem auf einer eigenen Bahn durch den Raum bewegt, eine 360° Umlaufperiode der Erde um die Sonne von 31.558.149 s existiert NICHT.
Messungen beweisen, daß die Sonne ca. 31.556.926 s oder 365,2422 mittlere Sonnentage benötigt, um exakt 360° entlang der Ekliptik der Erde zu wandern.
Mathematisch basiert der mittlere Sonnentag von 86400 s auf einem Kreis von exakt 360°.
In der Praxis basiert die Konstante des mittleren Sonnentages von 86400 s auf dem mittleren Zeitinterval, gemessen vom Greenwich Meridian, zwischen zwei aufeinanderfolgenden Durchgängen des Frühlingspunktes, welcher fest bleibt in Bezug zur Sonne und zu der Orientierung der Erd-Rotationsachse im Raum.
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