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VENUS PERIODE - 243 ODER 251 JAHRE?
Nehmen wir z.B. die Transite von 1518, 1761, 2004 und 1526, 1769, 2012. Man bezeichnet sie nicht als Periode, sondern als 243er Serien. Gäbe es keine Auswanderung des Venusknotens, würde in der Tat eine Venus Serie nach 243 Jahren oder 152 synodische Zyklen beendet sein. Nun gibt es aber im synodischen Ablauf von Venus und Erde um die Sonne, im Zusammenhang mit der Auswanderung des Venusknotens, zwei merkwürdige Vorgänge, welche näher betrachtet werden sollten.
Da wären zunächst die Transite von 1526, 1769 und 2012, welche im Gegensatz von 1518, 1761 und 2004 nicht im unteren Teil, sondern im oberen Teil der Sonnenscheibe vorbei ziehen. Warum ist das so? Venus und Erde umlaufen die Sonne entgegen dem Uhrzeigersinn, ihr gemeinsamer synodischer Umlauf um die Sonne aber folgt dem Uhrzeiger. Daraus folgt, der erste Transit (nach 152 synodischen Perioden) erscheint hinter dem Knoten, und der zweite Transit (5 synodische Zyklen später) erscheint ca. zwei Kalender Tage früher vor dem Knoten. Erst jetzt ist ein vollständiger Zyklus abgelaufen. Somit ist eindeutig eine Periode nicht nach 243 Jahren, sondern nach 251 Jahren beendet, denn eine 243er Serie ist im linearen Zeitablauf kein isoliertes Ereignis.
Nun zum zweiten merkwürdigen Vorgang. Wir haben festgestellt, daß die Erde nicht gegenüber der Sonne taumelt, und somit Venus Transite und Sonnenfinsternis-Zyklen nicht nach siderischer Zeit, sondern nur exakt nach einem 360° Umlauf der Erde um die Sonne, dem tropischen Jahr, ablaufen. Daraus folgt, die Venusknotenlinie wandert mit dem Umlauf von Erde und Venus um die Sonne entgegen dem Uhrzeigersinn aus. Auch wissen wir, daß zumindest seit 1518 die Transite paarweise auftreten. Dies bedeutet, daß die Knotenlinie sich in der Mitte eines Transit-Paares befindet. Bei einer Periode von 251 Jahren (gleich 251 360° Umläufe der Erde um die Sonne) bleibt die Knotenauswanderung mit 32,88"/Jahr exakt synchron in der Mitte zwischen zwei synodischen 5er Zyklen. Zufall?
Physikalisch gesehen gibt es keinen Grund, daß die Knotenlinie bei einer fast kreisrunden Venusbahn auswandert und dabei noch ständig in der Mitte von zwei 5er Zyklen bleibt. Keine Kraft, wie z.B. ein Mond, ist dafür vorhanden. Es sei denn, daß während eines Transits verhindert werden muß, daß die Massenpunkte von Erde - Venus - Sonne sich in einer direkten Linie befinden. Dies würde aber bei einer Knotenauswanderung von 32,44"/Jahr geschehen, welche, laut den Experten, existieren soll. Rund 18000 Jahre müßten vergehen, bis Venus Transite dann wieder paarweise auftreten. Inzwischen muß aber zwangsläufig irgendwann einmal der Knoten mit einem synodischen Zyklus zusammen fallen, und somit Erde, Venus und Sonne in einer Linie liegen.
Auch bei einer 243er Periode mit 152 synodischen Zyklen gibt es dieses Problem. Hier geht die Knotenlinie zwischen dem 147er und 152er, sowie entgegengesetzt durch den 71er und 76er synodischen Zyklus. Später nach 121.5 Jahren befindet sich die Knotenlinie dann aber genau auf dem 76er Zyklus, d.h. kein Transit 1874, sowie ein zentraler Transit 1882.
Bei der 251er Periode mit ihren 157 synodischen Zyklen befindet sich die Knotenlinie nach 121.5 Jahren zwar in der Mitte des 71er und 76er Zyklus, aber ein anderes Problem macht zu schaffen. Es wurde immer angenommen, daß sich die Erde in ihrer Bahn um die Sonne von Juni bis Dezember, während sie sich ihrem Perihel zubewegt, schneller wird (Kepler's Gesetz). Es sieht aber so aus, als ob genau das Gegenteil passiert, und die Erde einen größeren Bogen macht und später ankommt. Als vom 6. Juni 1761 bis zum 6. Dezember 1882 76 synodische Zyklen abgelaufen waren, erfolgte der 1882 Transit nicht nach 44378,09034 Tagen (76 × 583,92224137 mittlere Sonnentage), sondern nach 44377,49097 Tagen - also 0,599 Tage früher. Das heißt, die Erde brauchte in einer größeren Bahn von Juni bis Dezember mehr Zeit und wurde 0,599 Tage früher von der Venus eingeholt. Das war keine einmalige Störung anderer Himmelskörper. Im Dezember 1874 gab es mit 0,529 Tagen fast die gleiche Verzögerung. Dies wiederum bedeutet, kein Transit 1874, sowie ein fast zentraler Transit 1882. Die Beobachtungen von 1874 & 1882 aber zeigen, daß beide Transite ziemlich symmetrisch (oben und unten) durchgingen.
Welche mysteriöse Kraft läßt den Knoten die 0,599 Tage Zeitverschiebung folgen, um in der Mitte der beiden 5er Zyklen zu bleiben?
Gibt es dafür eine Antwort, die wir noch nicht kennen? Hat dieser Vorgang mit der "verbotenen Zone" im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter etwas gemeinsam? Bis heute ist nicht geklärt, warum die Lücken von nicht besetzten Planetoiden jeweils Umlaufzeiten entsprechen, die in einem ganzzahligen Verhältnis zur Umlaufzeit von Jupiter stehen.
Die 251er 360° Venus Periode mit ihren 157 synodischen Zyklen könnte verglichen werden mit einem Rad, das 157 Speichen hat, und der Knoten hätte nur die Möglichkeit zwischen den Speichen zu wandern.
Die einfache Beziehung 365,24219878 × 251 ÷ 408 in Verbindung mit der 243er Periode bringt eine Kohärenz von dauerhafter Harmonie zustande. Daß die synodische Periode von 583,92224137 Tagen, welche von einem tropischen 360° Sonnenumlauf abgeleitet wird, die wahre ist, beweisen alle Transite von 1761 bis 2012.
Zum Schluß sollte noch erwähnt werden, daß es eine Frechheit und Täuschung ist, Venus Transite und Sonnenfinsternis-Zyklen nach dem tropischen Jahresablauf zu berechnen (da es ja nicht anders geht), dann kompliziert nach siderischen Jahren umzutransformieren, um diese anschließend wieder in Tabellen nach tropischer Zeit zu präsentieren.
Karl-Heinz Homann
October, 2004

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English Version
VENUS PERIOD - 243 OR 251 YEARS?
The transits of e.g. 1518, 1761, 2004 and 1526, 1769, 2012 are usually referred to as 243-year series, and not as 251-year periods. If there was no motion of Venus’ line of nodes a series would, in fact, be completed after 243 years or 152 synodic periods. But in the synodic relationship between Earth and Venus and the motion of the line of nodes, there are two important occurrences that require further analysis.
First of all, during the transits of 1526, 1769 and 2012 Venus crossed (or will cross) the upper half of the Sun’s disk, whereas in 1518, 1761 and 2004 it crossed the lower half. What is the reason? Venus and Earth revolve counterclockwise around the Sun, while their synodic cycle moves clockwise. Consequently, the first transit (after 152 synodic periods) occurs after the node, whereas 5 synodic periods later the second transit occurs before the node, about two calendar days earlier. This completes the actual transit cycle. Hence, it takes 251 years and not 243 years to complete a period as a 243-year series is not an isolated occurrence in the linear progression of time.
Secondly, we know that the Earth does not wobble relative to the Sun. Thus transits of Venus and solar eclipse cycles are observed and defined with respect to a 360-degree tropical year, not a sidereal year. It follows that Venus’ line of nodes migrates counterclockwise around the Sun; i.e. in the orbital direction of the planets. We also know that (at least since 1518) transits occur in pairs. That means the line of nodes is situated in the center of transit pairs. Over a period of 251 years (i.e. 251 360-degree revolutions of the Earth around the Sun) the nodes migrate at a rate of 32.88"/year and remain in between groups of 5 synodic periods - coincidence?
Since Venus has no moon and its orbit is nearly circular there appears to be no reason or physical cause for the nodes to move in synch with the synodic cycle and remain in between groups of 5 synodic periods. Unless it has to be prevented that during a transit Earth's, Venus' and the Sun's center of mass are positioned directly in one line. According to the experts, this could happen if the line of nodes moves at a rate of 32.44"/year. Approximately 18,000 years would have to pass before Venus transits occur again in pairs. Inevitably, at one point in time the node has to coincide with a synodic cycle when Earth, Venus and the Sun are in a direct line.
The same problem would exist for a 243-year series consisting of 152 synodic cycles. In this case (e.g. starting in 1761), if the line of nodes goes between synodic position 147 and 152, it would also go between position 71 and 76. But 121.5 years later the line of node is exactly on position 76, which would imply no transit in 1874 and a central transit in 1882.
Although in the 251-year period consisting of 157 synodic cycles the line of nodes is situated between position 71 and 76 after 121.5 years, another problem shows up. It has always been assumed that in its orbit around the Sun the Earth speeds up from June to December as it approaches perihelion (Kepler's law). It seems, however, as if exactly the opposite is true; the Earth arrives late as it takes a little longer path around the Sun.
From June 6, 1761 to December 6, 1882, when 76 synodic periods were completed, the 1882 transit did not occur after 44378.09034 days (76 × 583.92224137 mean solar days), but after 44377.49097 days – i.e. 0.599 days earlier. In other words, the Earth required more time for its somewhat greater orbital distance from June to December, and consequently Venus caught up 0.599 days earlier with the Earth. That was not the result of a unique perturbation by other celestial objects. A similar difference of 0.529 days occurred also in 1874. Again, this would imply no transit in 1874 and a central transit in 1882. But as the observations of 1874 and 1882 have shown, both transits occurred fairly symmetrically in front of the Sun’s disk (top and bottom).
Which mysterious force allows the node to follow a time "delay" of 0.599 days so that the line of nodes remains in the center of a group of 5 synodic periods?
We may have no clear answer yet, but could this phenomenon be in some way similar or related to the "restricted areas" existing in the asteroid belt between Mars and Jupiter? There is still no conclusive explanation as to why the so-called Kirkwood gaps, caused by orbital resonances with Jupiter, occur in an integer relationship.
The 251-year 360° Venus period with its 157 synodic cycles could be compared to a wheel that has 157 spokes and where the nodes can only move and be situated in between two spokes.
The simple relationship of 365.24219878 × 251 ÷ 408 in combination with the 243-year period produces a coherence of lasting harmony. The transit dates from 1761 to 2012 clearly show that the period of 583.92224137 days, which is derived from the 360° tropical year, is the true mean synodic period.
In conclusion it should be noted that it is quite a deception to compute and observe transits of Venus and solar eclipse cycles based on a 360° tropical year, then convert in a complicated manner the data into a 360° sidereal system, only to present afterwards transit dates in tables based on tropical time again.
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